Fundraising auf dem Weg zum Programmatic Print

Ärzte ohne Grenzen bzw. Médecins sans Frontières (MSF) leistet in mehr als 70 Ländern medizinische Nothilfe. Beim Direktmarketing setzt MSF konsequent auf den HighSpeed-Inkjet. Treiber dieser Entwicklung ist Jörg Piepenbrink. Darüber diskutiert er mit Gerhard Märtterer. Der eine kommt aus der Printproduktion, der andere aus der Softwarebranche. Mit dem Durchbruch des HighSpeed-Inkjets fanden beide zusammen. Was der eine in der Theorie ersann, setzt der andere im großen Maßstab in die Praxis um.Die Konsequenz ist die komplette Umstellung der Druckproduktion auf den datengetriebenen HighSpeed-Inkjet. Damit wird einerseits das klassische Direktmarketing schneller, günstiger sowie detail- und farbreicher als mit den herkömmlichen Verfahren. Andererseits macht diese Umstellung der Produktionsweise den Weg frei für alle Spielarten des Programmatic Printing bis hin zur Fundraising Automation im Customer Communication Management (CCM).

Referent für Direktmarketing, Ärzte ohne Grenzen e.V.
Jörg Piepenbrink, gelernter Schriftsetzer mit Weiterbildungen zum Industriemeister Druck, Fachwirt Direktmarketing DDV, Social Media Manager und Procurement Manager, ist seit 2025 Referent für Direktmarketing bei Ärzte ohne Grenzen e.V. Seit 2006 ist er Inhaber einer Agentur für Dialogmarketing und Medienproduktionsmanagement und von 2014-2025 war er Gesellschafter der Tap2C GmbH, ein Unternehmen im Bereich der Bilderkennung (Image Recognition). Zu seinen zentralen Aufgaben bei Ärzte ohne Grenzen gehört der Einkauf und die Abwicklung sämtlicher Printmailings, sowie die Beratung interner Stakeholders und die Prozessoptimierung in der Mailingabwicklung. Dazu gehört unter anderem die Implementierung neuer Trends wie z.B. Produktion der Mailings mit HighSpeed-Inkjets, der Hyperpersonalisierung von Printmailings, wie auch die qualitative Versendung mit verschiedenen Postdienstleistern.
Spiritus Rector, Programmatic Print Alliance (PPA)
Diplom Wirtschafts-Ingenieur Gerhard Märtterer gründete 1997 i-clue interactive und entwickelte zunächst Websites für Finanzdienstleister. 2003 brachte i-clue unter der eigenen Marke AlphaPicture die erste Cloudsoftware zur Personalisierung digital gedruckter Werbemittel heraus. Ab 2005 gelang die internationale Expansion. Parallel zu den Fortschritten vom Toner-Digitaldruck zum HighSpeed-Inkjet entwickelte Märtterer Konzepte, Software und Pilotprojekte, die schließlich in ihrer Gesamtheit zu dem führten, was Märtterer Programmatic Print nannte. Dass Hyperpersonalisation im Druck auch im industriellen Maßstab mit Millionenauflagen funktioniert, bewies Märtterer, als er für eine große Druckereigruppe von 2013 bis 2018 eine hochleistungsfähige HighSpeed-Digitaldruckerei in Norddeutschland mit aufbaute und mit Programmatic-Print Aufträgen auslastete. Das tiefe Fachwissen, das sich Märtterer in drei Jahrzehnten auf internationaler Ebene erarbeitete, gibt er weiter in Vorträgen, Seminaren und Fachzeitschriften. 2022 gründete er zusammen mit dem FMP die Programmatic Print Alliance (PPA). Seit 2025 gibt Märtterer zusammen mit der Amsterdamer Agentur it-girls-graphics das vollpersonalisierte Magazin PROGRAMMATICA heraus.